akademische Sprachtherapeutin
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Stimmlippenlähmung
Wir behandeln in unserer Praxis oft Patienten mit einer Stimmlippenlähmung. Aber was bedeutet das und wie äußert sich diese?
Eine Stimmlippenlähmung ist eine Erkrankung, bei der eine oder beide Stimmlippen im Kehlkopf in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt bzw. vollständig blockiert sind. Die Unbeweglichkeit (oder auch Lähmung) kann vorübergehend oder dauerhaft sein. Bei einer Stimmlippenlähmung schließen die Stimmlippen nicht mehr. Diese Funktion benötigen wir aber zur Erzeugung eines gesunden Stimmklangs, zur Atmung und Schutzfunktion sowie zum Schlucken.
Lähmungen der Stimmlippen zeigen verschiedene Auswirkungen auf die Stimme, das Schlucken, das Husten oder auch die Atmung.
Folgende Symptome sind bei einer einseitigen Lähmung beobachtbar:
- Heiserkeit
- Luftige oder schwache Stimme
- Verlust der Stimmkraft
- Schluckbeschwerden, ggf. mit Hustenreiz
- „Kloßgefühl“ im Hals
- Vermehrtes Räuspern
Folgende Symptome sind bei einer beidseitigen Lähmung beobachtbar:
- Schwere Atemnot oder Atemgeräusche
- Schwierigkeiten, beim Sprechen zu Atmen
- Manchmal auch Schluckstörungen
Wichtig für uns ist ebenfalls die Unterscheidung, warum es zu einer Stimmlippenlähmung gekommen ist: Rekurrensparese (häufig aufgrund von Verletzungen, OP an Schilddrüsen oder der Halswirbelsäule, Infekten oder Tumoren) oder supranukleäre Lähmung (häufig durch Schlaganfälle, MS oder Erkrankungen wie Parkinson).
Bei einer Stimmlippenlähmung sollte spätestens 14 Tage nach Eintritt der Lähmung mit einer logopädischen Behandlung gestartet werden, um die Restfunktion der Stimme schnellstmöglich zu fördern bzw. die Stimme wiederherzustellen. Sie werden in unserer Therapie wichtige Informationen zu Stimmhygiene, Atemtechniken und Stimmübungen erfahren. Je nach Störung auch Artikulations- und Schlucktraining.